Jiu Jitsu – Die sanfte Kampfkunst der Samurai

Respekt, Höflichkeit und Disziplin – dies sind die wichtigsten drei Grundsätze dieser waffenlosen japanischen Kampfkunst. Ziel dieser besonderen Art der Selbstverteidigung ist es, durch ein breites Spektrum verschiedener Schlag-, Tritt-, Stoß-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken den Gegner, bewaffnet oder unbewaffnet, zu kontrollieren oder kampfunfähig zu machen. „Siegen durch Nachgeben“ – diesem grundlegenden Prinzip folgt die Ausübung des Jiu Jitsu. Dieses schreibt vor, dass anstatt des eigenen Kraftpotentials möglichst viel Kraft des Gegners gegen ihn selbst verwendet werden soll.

Verschiedene Techniken des Jiu Jitsu

Das anfängliche Zurückweichen soll beim Gegenüber das Gefühl einer scheinbaren Überlegenheit aufkommen lassen, um ihn zu übermütigem und leichtfertigem Kämpfen zu verleiten und letztendlich infolge der überraschenden Anwendung effizienter Abwehrtechniken einfacher überwältigen zu können.
Im Training wird neben den zentralen Schlag-, Stoß-, Tritt- und Beintechniken besonderer Wert auf die Schulung des richtigen „Fallens/ zu Boden gehens“ gelegt, um Verletzungen grundsätzlich vorbeugen und vermeiden zu können. Neben der technischen, physischen Ausbildung umfasst das Training zudem eine psychische, geistige Komponente, bei der der eigene Charakter sowie insbesondere das Selbstbewusstsein gestärkt wird.

Ohne Voraussetzungen Jiu Jitsu erlernen

Neben einer grundsätzlichen Bereitschaft sowie Affinität für sportliche Aktivitäten benötigen Interessierte keine weiteren speziellen körperlichen Voraussetzungen. Da parallel zur Technik- und Fallschule immer auch ein grundlegendes Konditions- und Athletiktraining in den allgemeinen Trainingsalltag eingebaut wird, können auch Untrainierte problemlos in das Training einsteigen. Ebenso wenig gibt es eine Altersbeschränkung zur Ausübung des Jiu Jitsu, denn auch im höheren Alter von 50, 60 als auch 80 Jahren gibt es noch aktive Jiu Jitsukas.

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